Welche Wärmepumpe passt? Der Herstellervergleich
Bosch, Kermi, Panasonic, Vaillant, Viessmann: Warum zuerst die Heizlast zählt und welche Werte sich zwischen Herstellern wirklich vergleichen lassen.
Die kurze AntwortWelche Wärmepumpe ist die richtige?
Die richtige Wärmepumpe ist die, die zu Ihrem Haus passt, und nicht die mit der größten Zahl im Namen. Ob Bosch, Kermi, Panasonic, Vaillant oder Viessmann: Alle fünf Hersteller bieten Luft-Wasser-Wärmepumpen für Einfamilienhäuser an. Welches Gerät bei Ihnen passt, entscheiden drei Dinge:
- Die Heizlast Ihres Hauses. Sie bestimmt, wie viel Leistung die Wärmepumpe an den kältesten Tagen liefern muss. Größer ist dabei nicht besser.
- Die genormten Kennwerte. SCOP, Raumheizungs-Energieeffizienz ηs und Schallleistung nach ErP werden bei allen Herstellern nach denselben Regeln ermittelt und lassen sich deshalb direkt vergleichen.
- Was Ihr Haus sonst braucht: die nötige Vorlauftemperatur für Ihre Heizkörper, den Aufstellort, die Anbindung an eine PV-Anlage und eine Lieferzeit, die zu Ihrem Zeitplan passt.
Für diesen Beitrag haben wir 72 Modelle aus 22 Baureihen der fünf Hersteller nach deren eigenen Unterlagen ausgewertet, Datenstand 22. Oktober 2026. Alle Werte stehen nebeneinander in unserem Wärmepumpen-Vergleich. Dort wählen Sie bis zu drei Geräte aus.
Zuerst die Heizlast, dann das Gerät
Kurz gesagt: Eine Wärmepumpe wird nach der Heizlast des Gebäudes ausgelegt. Eine zu große Anlage kostet mehr, schaltet häufiger ein und aus und verschleißt dadurch schneller.
Die Heizlast gibt an, wie viel Wärme Ihr Haus an den kältesten Tagen des Jahres braucht, damit es in allen Räumen warm bleibt. Ermittelt wird sie nach DIN EN 12831 für jeden Raum. Dafür zählen Wohnfläche, Dämmung, Fenster, Lüftung und die tiefste Auslegungstemperatur an Ihrem Ort. Der Verbrauch der alten Heizung ist ein guter Anhaltspunkt, ersetzt die Berechnung aber nicht.
Warum „größer ist besser“ hier nicht gilt
Eine Gas- oder Ölheizung mit Reserve war früher üblich und schadete wenig. Bei einer Wärmepumpe ist das anders. Sie arbeitet am effizientesten, wenn sie lange und gleichmäßig mit kleiner Leistung läuft. Ist sie zu groß, liefert sie in der Übergangszeit selbst mit kleinster Drehzahl mehr Wärme, als das Haus braucht. Dann schaltet sie ab und kurz darauf wieder ein. Fachleute nennen das Takten. Jeder Start belastet den Verdichter, und in den Anlaufphasen arbeitet das Gerät weniger effizient. Eine zu große Wärmepumpe taktet häufiger und hält deshalb kürzer. Teurer in der Anschaffung ist sie außerdem.
Der Bivalenzpunkt
Zu klein darf das Gerät aber auch nicht sein. Der Bivalenzpunkt ist die Außentemperatur, unterhalb der die Wärmepumpe die Heizlast nicht mehr allein deckt. Dann hilft der eingebaute Heizstab mit Strom direkt nach. An wenigen sehr kalten Tagen ist das normal und eingeplant. Liegt der Bivalenzpunkt zu hoch, läuft der Heizstab zu oft, und das treibt die Stromkosten. Gute Planung findet den Punkt dazwischen: so klein wie möglich, damit das Gerät selten taktet, und groß genug, damit der Heizstab nur selten einspringen muss.
Wie groß die Wärmepumpe für Ihr Haus ungefähr sein muss und in welchem Preisrahmen Sie liegen, zeigt Ihnen der Wärmepumpen-Konfigurator in wenigen Minuten. Die genaue Auslegung folgt aus der Heizlastberechnung.
Worauf Sie beim Vergleich achten sollten
Kurz gesagt: Vergleichen Sie genormte Werte mit genormten Werten. Herstellerangaben aus unterschiedlichen Messpunkten führen sonst leicht zu falschen Schlüssen.
1. Effizienz: SCOP, ηs und Effizienzklasse
Der SCOP (Seasonal Coefficient of Performance) beschreibt, wie viel Wärme die Wärmepumpe im Jahresmittel aus einer Kilowattstunde Strom macht. Er wird nach DIN EN 14825 für ein durchschnittliches europäisches Klima berechnet. Die Raumheizungs-Energieeffizienz ηs leitet sich daraus ab und steht in Prozent auf dem EU-Energielabel. Beide Werte gibt es für 35 °C Vorlauftemperatur (Fußbodenheizung) und für 55 °C (Heizkörper). Viele Werte sind zusätzlich über das unabhängige Zertifizierungsprogramm HP Keymark geprüft.
Ein Blick in unsere Datenbasis zeigt, warum die Zahl mehr verrät als die Klasse: Alle 71 Modelle mit Angabe erreichen bei 35 °C die Effizienzklasse A+++, die höchste Klasse des Labels. Die Klasse unterscheidet die Geräte bei 35 °C also nicht. Die Zahlen dahinter tun es:
| Kennwert (Datenbasis 72 Modelle) | bei 35 °C | bei 55 °C |
| SCOP | 4,4 bis 5,7 | 3,3 bis 4,32 |
| Raumheizungs-Energieeffizienz ηs | 175 bis 225 % | 127 bis 170 % |
| Effizienzklasse | 71 × A+++ | 27 × A+++, 44 × A++ |
Spannweite über alle Modelle mit Angabe, Herstellerangaben bzw. HP Keymark, Datenstand 22.10.2026. Die Werte gelten für unterschiedliche Leistungsgrößen und sind deshalb keine Rangfolge.
Die Tabelle zeigt auch: Bei 55 °C liegt der SCOP in unserer Datenbasis im Mittel rund ein Viertel niedriger als bei 35 °C. Je niedriger die Vorlauftemperatur, die Ihr Haus braucht, desto effizienter arbeitet jede Wärmepumpe. Vergleichen Sie deshalb den Wert, der zu Ihrer Heizung passt. Mehr zu den Kennzahlen lesen Sie im Beitrag COP und SCOP.
2. Heizleistung: maximale Leistung bei Frost statt Nennpunkt
Die Zahl im Modellnamen ist eine Leistungsklasse und keine Zusage, was das Gerät an einem frostigen Januartag liefert. Datenblätter nennen zwei verschiedene Arten von Leistungsangaben:
- Heizleistung im Nennpunkt nach DIN EN 14511, meist bei A7/W35 (7 °C Außenluft, 35 °C Vorlauf) oder A2/W35. Die Hersteller messen den Nennpunkt bei unterschiedlicher Verdichterdrehzahl. Er eignet sich deshalb nicht für den Leistungsvergleich zwischen Herstellern.
- Maximale Heizleistung bei tiefen Außentemperaturen, etwa A-7/W35 (−7 °C) oder A-10/W35. Diese Angabe ist für die Auslegung entscheidend.
Zwei Beispiele aus den Herstellerunterlagen zeigen, wie weit die Werte auseinanderliegen können:
| Gerät (10-kW-Klasse) | Nennpunkt A7/W35 | Nennpunkt A2/W35 | max. A-7/W35 | max. A-7/W55 |
| Vaillant aroTHERM plus VWL 105/8.1 A 400V | 5,69 kW | 5,82 kW | 11,25 kW | 10,96 kW |
| Viessmann Vitocal 250-A Baugröße 10, 400 V | 7,4 kW | 5,8 kW | 10,0 kW | 9,18 kW |
Quellen: Vaillant, Installations- und Wartungsanleitung aroTHERM plus VWL 105/8.1 A 400V, S. 48 (Stand 27.03.2026); Viessmann, Datenblatt Vitocal 250-A, Best.-Nr. 6246346 (Stand 9/2025). Die Beispiele erläutern die Messbasis und sind keine Bewertung der Geräte.
Bei beiden Geräten ist die maximale Leistung bei −7 °C deutlich höher als im Nennpunkt. Wer nur die Nennpunkte nebeneinanderlegt, vergleicht deshalb unterschiedliche Betriebszustände. In unserem Wärmepumpen-Vergleich stehen beide Angaben in getrennten Zeilen. Nennt ein Hersteller in seinen öffentlichen Unterlagen bei −7 °C nur einen Nennpunkt, steht in der Zeile „Max. Heizleistung“ ein Strich. Das betrifft 22 der 72 Modelle. In diesem Fall gehört die Leistungskurve aus der Planungsunterlage in die Auslegung.
3. Schall: Schallleistung nach ErP
Wie laut ein Außengerät ist, vergleichen Sie am besten über den Schallleistungspegel LWA. Er steht nach den EU-Vorgaben zur Energieverbrauchskennzeichnung auf dem Label und gilt unabhängig vom Abstand. In unserer Datenbasis liegt er zwischen 40 und 63 dB(A), je nach Modell und Leistungsgröße. Zehn Dezibel mehr nimmt das Ohr etwa als doppelt so laut wahr.
Vorsicht bei Schalldruckangaben wie „35 dB(A) in 5 m“: Sie hängen vom Abstand und von der Aufstellung ab und lassen sich nur vergleichen, wenn beide gleich sind. Was beim Nachbarn ankommt, entscheidet am Ende der Aufstellort. Für Wärmepumpen gelten dabei dieselben Grundregeln wie für Klima-Außengeräte. Unser Beitrag zum Abstand zum Nachbarn und zur TA Lärm erklärt sie.
4. Vorlauftemperatur: Passt das Gerät zu Ihren Heizkörpern?
Die maximale Vorlauftemperatur der ausgewerteten Baureihen liegt zwischen 60 und 75 °C. Für eine Fußbodenheizung reicht jede davon. Im Altbau mit Heizkörpern kommt es darauf an, welche Vorlauftemperatur Ihre Räume am kältesten Tag wirklich brauchen. Oft ist das weniger, als die alte Kesseleinstellung vermuten lässt. Einzelne Heizkörper zu tauschen kann mehr bringen als ein Gerät mit höherer Maximaltemperatur. Mehr dazu im Ratgeber Wärmepumpe im Altbau.
5. Kältemittel: R290 und andere
15 der 22 ausgewerteten Baureihen arbeiten mit dem natürlichen Kältemittel R290 (Propan). Sein Treibhauspotenzial (GWP) beträgt 3. Das fluorierte Kältemittel R32, das einige Baureihen nutzen, hat einen GWP von 675. Die EU-F-Gas-Verordnung (EU) 2024/573 schränkt fluorierte Kältemittel in neuen Wärmepumpen schrittweise ein. Weil R290 brennbar ist, gelten für den Aufstellort des Außengeräts Schutzbereiche, die der Hersteller in der Montageanleitung vorgibt. Das planen wir bei der Standortwahl mit.
6. Regelung und App
Zu jeder Wärmepumpe gehört eine Regelung mit Bedieneinheit, meist mit App für Smartphone und Fernzugriff für den Fachbetrieb. Unterschiede gibt es bei der Zahl der Heizkreise, die eine Regelung ohne Zusatzmodul steuert, bei der Einbindung von Raumreglern und bei der Frage, ob Internetmodul oder WLAN-Adapter serienmäßig dabei sind. Brauchen Sie zwei Heizkreise, etwa Fußbodenheizung unten und Heizkörper oben, lohnt ein genauer Blick in die Zeile „Heizkreise“ im Vergleich.
7. PV-Anbindung: SG Ready, EEBUS und § 14a EnWG
- SG Ready ist ein Label des Bundesverbands Wärmepumpe. Es kennzeichnet eine Schnittstelle, über die ein Energiemanager oder Wechselrichter die Wärmepumpe zum Beispiel bei PV-Überschuss gezielt mehr heizen lässt. Für die meisten ausgewerteten Baureihen ist SG Ready in den Herstellerunterlagen belegt.
- EEBUS ist ein Kommunikationsstandard, über den Wärmepumpe, Wallbox, Speicher und Energiemanagement Daten austauschen und Leistung fein abstimmen.
- § 14a EnWG: Netzbetreiber dürfen steuerbare Verbrauchseinrichtungen wie Wärmepumpen bei Netzengpässen dimmen. Dafür sinken die Netzentgelte. Seit 1. Januar 2024 gilt das für neu angeschlossene Anlagen. Die Einzelheiten regelt die Festlegung BK6-22-300 der Bundesnetzagentur.
Haben Sie schon eine PV-Anlage? Dann zählt, ob Wärmepumpe und vorhandener Wechselrichter oder Energiemanager zusammenarbeiten. Das prüfen wir für jede Anlage. Wo die Herstellerunterlagen zu einer Schnittstelle nichts sagen, steht im Vergleich ein Strich. Das heißt nicht, dass die Funktion fehlt, sondern dass sie nicht belegt ist. Wie PV und Wärmepumpe zusammen geplant werden, lesen Sie im Beitrag Photovoltaik und Wärmepumpe sinnvoll kombinieren.
8. Lieferfähigkeit und Garantie
Wie schnell ein Gerät lieferbar ist, ändert sich je nach Hersteller und Saison mitunter innerhalb weniger Wochen. Im Wärmepumpen-Vergleich steht deshalb der aktuelle Lieferstatus je Hersteller mit Datum. Bei den Garantiebedingungen lohnt sich das Kleingedruckte. Bei mehreren Herstellern hängt die verlängerte Garantie an Bedingungen wie Registrierung, Online-Anbindung oder jährlicher Wartung.
Die fünf Hersteller im Überblick
Kurz gesagt: Alle fünf decken das Einfamilienhaus ab. Sie unterscheiden sich bei Leistungsspanne, Kältemitteln und Bauformen. Welches Gerät passt, entscheidet Ihr Haus.
| Hersteller | Baureihen im Vergleich | Leistungsklassen | Kältemittel | max. Vorlauf |
| Bosch | Compress 3800i AW, 5800i AW, 6800i AW, 8800i AW | 4–15 kW | R290 | 60–75 °C |
| Kermi | x-change dynamic eco, dynamic pro, dynamic pro ac, dynamic AW I (Innenaufstellung) | 7,5–30 kW | R290, R32, R410A | 61–70 °C |
| Panasonic | Aquarea L, M, T-CAP M (R290); J, T-CAP J, K, T-CAP K (R32); N (R454C) | 3–16 kW | R290, R32, R454C | 60–75 °C |
| Vaillant | aroTHERM pro, aroTHERM plus, aroTHERM perform | 3–20 kW | R290 | 70–75 °C |
| Viessmann | Vitocal 150-A, 250-A, 250-A PRO | 4–19 kW, 250-A PRO 40 kW | R290 | 70 °C |
Hersteller alphabetisch. Angaben laut Herstellerunterlagen, Datenstand 22.10.2026. Leistungsklassen laut Hersteller; die Leistung je Betriebspunkt steht im Vergleich. Bei einzelnen Baureihen sind nicht alle Werte veröffentlicht.
18 der 22 ausgewerteten Baureihen sind Monoblock-Geräte. Der Kältekreis bleibt dabei im Außengerät, ins Haus führen nur Wasserleitungen. Panasonic bietet zusätzlich drei Split-Baureihen an, Kermi mit der dynamic AW I ein Gerät für die Innenaufstellung. Je nach Hersteller gibt es für drinnen eine wandhängende Inneneinheit, eine Hydraulikstation oder einen Tower mit integriertem Warmwasserspeicher. Wie viel Platz Sie im Keller oder Hauswirtschaftsraum haben, kann die Auswahl deshalb genauso bestimmen wie die Leistung.
So finden Sie Ihr Gerät: vier Schritte
- Heizlast klären. Für eine erste Einordnung reichen Baujahr, Wohnfläche, Sanierungsstand und der bisherige Verbrauch. Genau wird es mit der raumweisen Heizlastberechnung.
- Preisrahmen und Größe einordnen. Im Wärmepumpen-Konfigurator geben Sie Gebäude und Heizung an und erhalten einen ersten Preisrahmen.
- Geräte vergleichen. Im Wärmepumpen-Vergleich legen Sie bis zu drei Geräte der passenden Größe nebeneinander. Achten Sie auf maximale Heizleistung bei Frost, SCOP bei Ihrer Vorlauftemperatur, Schallleistung und die Schnittstellen, die Sie brauchen.
- Auslegung festlegen. Im Erstgespräch klären wir Heizlast, Bivalenzpunkt, Aufstellort und welches Gerät dazu passt.
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Fünf Hersteller, 72 Modelle, alle Werte mit Quelle
Im Wärmepumpen-Vergleich stellen Sie bis zu drei Geräte nebeneinander: Heizleistung, Effizienz, Schall, Regelung, PV-Anbindung und Lieferstatus, jeweils nach Herstellerangaben und mit Datum. Hervorgehoben werden nur genormte, herstellerübergreifend vergleichbare Werte.
Häufige Fragen zur Wahl der Wärmepumpe
Welche Wärmepumpe ist die beste?
Eine Wärmepumpe, die für jedes Haus die beste ist, gibt es nicht. Entscheidend sind die Heizlast Ihres Gebäudes, die nötige Vorlauftemperatur, der Aufstellort und die gewünschte Anbindung an PV und Energiemanagement. Vergleichbar sind genormte Werte wie SCOP, Raumheizungs-Energieeffizienz ηs und Schallleistung nach ErP. Die passende Größe ergibt sich aus der Heizlastberechnung.
Wie groß muss meine Wärmepumpe sein?
So groß, dass sie die Heizlast Ihres Hauses bei der tiefsten Auslegungstemperatur zusammen mit dem Heizstab deckt, und so klein wie möglich, damit sie in der Übergangszeit nicht ständig taktet. Die Heizlast wird nach DIN EN 12831 raumweise berechnet. Einen ersten Anhaltspunkt und Preisrahmen liefert der Wärmepumpen-Konfigurator.
Was passiert, wenn die Wärmepumpe zu groß ist?
Eine zu große Wärmepumpe liefert in der Übergangszeit selbst mit kleinster Leistung mehr Wärme, als das Haus braucht. Sie schaltet dann häufig ein und aus. Dieses Takten belastet den Verdichter und senkt die Effizienz. Eine zu große Anlage hält deshalb kürzer und ist in der Anschaffung teurer.
Was ist der Unterschied zwischen Nennleistung und maximaler Heizleistung?
Die Nennleistung nach DIN EN 14511 wird in einem festen Betriebspunkt gemessen, etwa bei 7 °C Außenluft und 35 °C Vorlauf. Die Hersteller wählen dafür unterschiedliche Verdichterdrehzahlen. Die maximale Heizleistung gibt an, was das Gerät bei Frost, etwa bei −7 °C, höchstens liefert. Für die Auslegung zählt die maximale Heizleistung bei tiefen Temperaturen.
Woran erkenne ich, wie leise eine Wärmepumpe ist?
Am Schallleistungspegel LWA in dB(A) nach ErP. Er steht auf dem EU-Energielabel und hängt nicht vom Abstand ab. Schalldruckangaben wie „in 5 m Abstand“ lassen sich nur vergleichen, wenn Abstand und Aufstellung gleich sind. Was beim Nachbarn ankommt, hängt vor allem vom Aufstellort ab.
Ist R290 als Kältemittel besser als R32?
R290 (Propan) ist ein natürliches Kältemittel mit einem Treibhauspotenzial (GWP) von 3. R32 hat einen GWP von 675 und fällt unter die EU-F-Gas-Verordnung (EU) 2024/573, die fluorierte Kältemittel schrittweise einschränkt. R290 ist brennbar, deshalb gelten am Außengerät Schutzbereiche laut Montageanleitung des Herstellers.
Funktioniert die Wärmepumpe mit meiner PV-Anlage?
Das hängt von den Schnittstellen ab. Über SG Ready oder EEBUS kann ein Energiemanager die Wärmepumpe bei PV-Überschuss gezielt mehr heizen lassen. Ob Wärmepumpe und vorhandener Wechselrichter zusammenarbeiten, prüfen wir für jede Anlage. Im Wärmepumpen-Vergleich sehen Sie je Baureihe, welche Schnittstellen der Hersteller angibt.
Fazit
Kurz gesagt: Erst die Heizlast, dann die genormten Werte, dann die Marke. Wer so vorgeht, bekommt eine Wärmepumpe, die leise und effizient läuft und lange hält.
Die Herstellerwahl ist wichtig, aber sie ist der dritte Schritt und nicht der erste. Alle fünf Hersteller bieten Geräte für das Einfamilienhaus an. Ob ein Gerät zu Ihrem Haus passt, zeigen die maximale Heizleistung bei Frost, der SCOP bei Ihrer Vorlauftemperatur, die Schallleistung am geplanten Aufstellort und die Schnittstellen, die Sie für PV und Energiemanagement brauchen. Dazu kommt eine Lieferzeit, die zu Ihrem Zeitplan passt. Alle diese Werte finden Sie im Wärmepumpen-Vergleich. Die Auslegung klären wir gemeinsam mit Ihnen.
Über LEGER Anlagentechnik
Die LEGER GmbH Anlagentechnik ist ein Meisterbetrieb für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik mit Sitz in Stein bei Nürnberg. Gegründet 1969, planen und montieren wir heute Wärmepumpen, Klimaanlagen und Photovoltaikanlagen im Umkreis von rund 60 Kilometern um Nürnberg.
Wir legen jede Wärmepumpe nach der Heizlast des Gebäudes und dem Bivalenzpunkt aus und wählen das Gerät danach aus. Wir arbeiten mit mehreren Herstellern und sind deshalb nicht auf eine Marke festgelegt.
Sie wollen wissen, welche Wärmepumpe zu Ihrem Haus passt?
Im Erstgespräch klärt Philipp Leger mit Ihnen Gebäude, Heizlast und welche Geräte infrage kommen: 15 Minuten am Telefon oder 30 Minuten per Teams.
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LEGER GmbH Anlagentechnik · Mühlstraße 54 · 90547 Stein bei Nürnberg ·
0911 98464860
Quellen
- Herstellerangaben (Datenblätter, Planungsunterlagen, Installationsanleitungen, ErP-Datenblätter) von Bosch, Kermi, Panasonic, Vaillant und Viessmann sowie HP Keymark, Datenstand 22.10.2026. Die Einzelquellen je Gerät mit Stand stehen im Wärmepumpen-Vergleich unter „Quellen“.
- Vaillant: Installations- und Wartungsanleitung aroTHERM plus VWL 105/8.1 A 400V, VWL 125/8.1 A 400V, Nr. 8000035176_05, Stand 27.03.2026, S. 48.
- Viessmann: Datenblatt Vitocal 250-A, Best.-Nr. 6246346, Stand 9/2025.
- DIN EN 12831 (Heizlast), DIN EN 14511 (Leistung im Betriebspunkt), DIN EN 14825 (SCOP).
- Delegierte Verordnung (EU) Nr. 811/2013 (Energieverbrauchskennzeichnung) und Verordnung (EU) Nr. 813/2013 (Ökodesign) für Raumheizgeräte.
- Verordnung (EU) 2024/573 über fluorierte Treibhausgase, EUR-Lex.
- Bundesnetzagentur, Festlegung BK6-22-300 zu § 14a EnWG (steuerbare Verbrauchseinrichtungen), gültig seit 1.1.2024.
- Bundesverband Wärmepumpe e. V., Label SG Ready.
Technische Angaben. Alle Gerätewerte stammen aus den genannten Herstellerunterlagen mit dem dort angegebenen Stand, Datenstand dieses Beitrags 22. Oktober 2026. Ohne Gewähr; maßgeblich sind die jeweils aktuellen Unterlagen des Herstellers für das konkrete Gerät. Ein Strich im Vergleich bedeutet, dass der Wert in den genannten Unterlagen nicht angegeben ist.
Keine Gesamtbewertung. Dieser Beitrag vergleicht ausschließlich objektive, nachprüfbare Eigenschaften. Die Beispiele erläutern Messgrößen und sind keine Empfehlung für oder gegen einen Hersteller. Auslegung und Geräteauswahl erfolgen projektbezogen nach Heizlast.
Lieferstatus. Angaben zur Lieferfähigkeit geben den Stand zum genannten Datum wieder und können sich kurzfristig ändern.
Marken. Alle genannten Marken- und Produktbezeichnungen sind Eigentum der jeweiligen Rechteinhaber. Ihre Nennung dient allein der sachlichen Information.
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